Du, unser Leben

Die persönliche Gebetssprache ist für viele Menschen eine Fremdsprache (geblieben). Grund unter Gründen dürfte sein, dass sich aus der Kenntnis von festen Formen allein keine persönliche Prosa oder gar Poesie entwickeln kann. Kirchensprache trägt ihren Teil zur Sprachlosigkeit bei, wenn Gebetssprache oft nichts anderes ist als verpackte Mini-Dogmatik. Und aus Lehrformeln werden Leerformeln.

Trotzdem: es gibt sie, Menschen, denen es gelingt, sich vor Gott lebendig zur Sprache zu bringen. Anton Rotzetter, der jüngst verstorbene poetische Theologe gehört zu ihnen. In Erinnerung an ihn legt Adrian Holderegger zum Teil noch unveröffentlichte Gebetstexte und Meditationen zur Fasten- und Osterzeit vor. Die Textsammlung ist im Stile des mehrfach aufgelegten Gebetbuches «Gott, der mich atmen lässt» gestaltet.

Die Fastenzeit steht unter dem Leitwort «Ich rufe in die Nacht hinein“, die Osterzeit unter «Wecke uns auf» und Pfingsten – für Rotzetter verlängerte Ostern – unter «Atme in mir». Auch als Ermutigung, der eigenen Sprache zu trauen.

Wir sind dem Staub der Erde näher als den Sternen,
der erloschenen Asche näher als dem lodernden Feuer!
Doch Gott erhebt zu den Sternen,
und wir leuchten.
Er entflammt, und wir brennen!
Du, unser Leben.

Ausleihe: Exemplar 109087

Rainer Jecker

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2018-04-20T08:14:25+00:00